Arboretum Baum Nr. 150 - Großfrüchtiges Pfaffenhütchen

Deutscher Name
Großfrüchtiges Pfaffenhütchen
Lateinischer Name
Euonymus planipes
Familie
EUONYMUS,
Spindelbaumgewächse (Celastraceae)
Wissenswertes
Die deutschen Namen der Pflanzen sind Namen, die sich im täglichen Gebrauch eingebürgert haben. Daher gibt es für ein und dieselbe Pflanze in verschiedenen Gegenden auch unterschiedliche Namen. Häufig beziehen sich die Namen auf das Aussehen der Pflanzen. Das Pfaffenhütchen heißt so, weil seine Frucht eine sehr große Ähnlichkeit mit der Kopfbedeckung katholischer Geistlicher hat, die im Volksmund auch Pfaffen genannt wurden.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Japan, Mandschurei und auf Sachalin.
Wuchs Mittelhoher Strauch, locker und breit aufrecht, später auseinanderstrebend und leicht überhängend.
Größe 3 bis 4 (bis 5) m hoch und genauso breit. Jahreszuwachs in Höhe und Breite 20 bis 25 cm.
Rinde Junger einjähriger Trieb schwach vierkantig, später rund, grün, im zweiten Jahr braun bis grünbraun, dreijährige Zweige durch absterbende Epidermis braun­grau, Knospen rötlichbraun, lang und spitz, buchenähnlich.
Blätter Sommergrün, gegenständig, elliptisch bis eiförmig, lang zugespitzt, Blattgrund keilförmig, 5 bis 12 cm lang, Blattstiel 5 bis 8 mm lang, oben flach, nicht gefurcht, dunkelgrün, früher Austrieb, Herbstfärbung ebenfalls früh einsetzend, gelb bis orangerot, sehr auffallend.
Blüten Grünlichgelb, in 10- bis 30-blütigen Zymen, Einzelblüte bis 1 cm breit, etwas unangenehm riechend, Mai.
Früchte Leuchtend karminrot, glänzend, Fruchtkapseln lang gestielt, 5flügelig, bis 2 cm groß, Samenmantel orange, sehr attraktiv; Früchte stark giftig.
Wurzel Herzwurzler, hoher Anteil an Feinwurzeln, die den Oberboden sehr intensiv durchwurzeln.
Standort Sonne bis Schatten.
Boden Toleriert alle kultivierten Gartenböden, mäßig trocken bis feucht, bevorzugt gleichmäßig feuchte, nahrhafte Substrate von schwach sauer (bis sauer) bis alkalisch.
Eigenschaften Gut frosthart, stadtklimafest, Früchte sind sehr giftig.