Arboretum Baum Nr. 149 - Blauschote

Deutscher Name
Blauschote
Lateinischer Name
Decaisnea fargesii
Familie
DECAISNEA,
Fingerfruchtgewächse (Lardizabalaceae)
Wissenswertes
Der Blauschotenstrauch wurde als Ziergehölz aus China eingeführt. Seine auffallenden blauen Früchte, die botanisch eine Art Beerenfrucht sind, könnte man essen, sie haben aber keinen besonderen Geschmack. Interessant ist der hohe Pektingehalt des gallertartigen Inneren der Frucht. Pektin ist u.a. für die Festigkeit von Marmeladen verantwortlich. Bei deren Produktion wird heute Gelierzucker verwendet, in dem natürliche Pektine enthalten sind.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Westchina, in Bergwäldern.
Wuchs Hoher Strauch, straff aufrecht wachsend, wenig verzweigt, im Alter etwas übergeneigt.
Größe 3 bis 5 m hoch und 2 bis 4 m breit. Jahreszuwachs in der Höhe 25 cm, in der Breite 20 cm.
Rinde Junge Triebe dick, olivbraun bis olivbraungrün, blaugrau bereift, Knospen groß, länglich zugespitzt, olivgrün.
Blätter Sommergrün, wechselständig, unpaarig gefiedert mit 13 bis 25 Fiedern, ­Blättchen 6 bis 15 cm lang, untere eiförmig, lang zugespitzt, obere elliptisch, Gesamtlänge der Blätter 50 bis 80 cm; matt hellgrün, unterseits bläulichgrün, Herbstfärbung goldgelb.
Blüten Erscheinen im Juni, in lockeren, hängenden Trauben, Einzelblüte glockig, ­grünlichgelb.
Früchte Bis 10 cm lange, bohnenartige, etwa daumendicke Balgfrüchte, die im Spätsommer kobaltblau gefärbt und weißlich bereift sind, zusammen mit dem ­gelben Herbstlaub sehr auffallend, nicht giftig.
Wurzel Fleischig, Hauptwurzel dick, flach und tief ausgebreitet, wenig verzweigt.
Standort Sonnig, warm und geschützt, spätfrostfreie Lagen.
Boden Toleriert sowohl saure als auch alkalische Böden, gedeiht auch auf ärmeren Standorten, bevorzugt tiefgründige, nahrhafte, aber gut durchlässige Substrate, frisch bis feucht.
Eigenschaften Gut frosthart, aber etwas spätfrostgefährdet, da die Pflanze sehr früh austreibt, reift auf mageren Substraten besser aus.