Arboretum Baum Nr. 145 - Amur-Korkbaum

Deutscher Name
Amur-Korkbaum
Lateinischer Name
Phellodendron amurense
Familie
PHELLODENDRON,
Rautengewächse (Rutaceae)
Wissenswertes
Der Amur-Korkbaum ist der einzige winterharte Baum der eine Korkrinde bildet. Diese ist allerdings viel dünner als die der südeuropäischen Korkeichen und reicht auch in hohem Alter nicht aus, um Weinkorken herzustellen. Allerdings kann die Rinde für Korkmatten und Ähnliches genutzt werden. Kork ist eine seltene Variante der Baumrinde. Die Zellwände der Rindenzellen bleiben beim Eintrocknen stabil und bilden eine Art Schwamm mit winzigen Hohlräumen.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Auenwälder und Niederungswälder im nordöstlichen China, der Mandschurei und im Amurgebiet.
Wuchs Mittelhoher, kurzstämmiger, aber auch vielstämmiger Baum, Äste in der Jugend auffallend schräg aufrecht (im Winkel von 45°), Krone trichterförmig, im Alter sehr breit und stark abgeflacht, kein durchgehender Mitteltrieb. Male­rischer Baum!
Größe 10 bis 12 (bis 15) m hoch, im Alter genauso breit, oft auch breiter als hoch. ­Jahreszuwachs in der Höhe 40 cm, in der Breite 35 bis 40 cm.
Rinde Triebe hellbräunlichgelb, alte Borke dick, längsrissig, korkig.
Blätter Sommergrün, gegenständig, unpaarig gefiedert, bis 35 cm lang, Blättchen zu 9 bis 13, breit eiförmig bis lanzettlich, 5 bis 10 cm lang, dunkelgrün, leicht glänzend, unterseits bläulich und längs der Mittelrippe behaart; Herbstfärbung goldgelb.
Blüten In 12 cm langen, behaarten Rispen, gelbgrün, Juni.
Früchte Kugelige, etwa erbsengroße Steinfrucht, schwarz, stark nach Terpentin ­riechend.
Wurzel Mehr flaches, weitstreichendes Faserwurzelwerk.
Standort Sonnig.
Boden Allgemein anpassungsfähig, bevorzugt frische bis feuchte, nährstoffreiche Böden, sauer bis alkalisch.
Eigenschaften Frosthart, stadtklimafest, trockene Luft vertragend, frei von Krankheiten, Laub und Früchte riechen gerieben nach Terpentin. In der Jugend rasch, im Alter langsam wachsend, gut verpflanzbar.