Arboretum Baum Nr. 144 - Ungarische Eiche

Deutscher Name
Ungarische Eiche
Lateinischer Name
Quercus frainetto
Familie
QUERCUS,
Buchengewächse (Fagaceae)
Wissenswertes
Die ungarische Eiche wird in Südeuropa genauso groß wie unsere heimischen Eichen und hat wie alle Eichen ein hartes Holz das auch bei Wind und Wetter nicht verrottet. Dieses wertvolle Holz ist der Grund dafür, dass es alte Eichenwälder in Europa kaum noch gibt. Besonders die vielen großen Segelschiffe vergangener Jahrhunderte wurden komplett aus Eiche gebaut. In England, der großen Seefahrernation sind die alten Eichenwälder fast völlig verschwunden.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Süd- und Südosteuropa; Balkan, Türkei, Süditalien; in sommerwarmer Lage auf trockenen Hügeln.
Wuchs Großer, stattlicher Baum mit gleichmäßiger, ovaler bis rundlicher, geschlossener Krone; Hauptäste oft im Winkel von 45° ansetzend und straff nach außen aufsteigend, Krone im Alter lockerer, mehr breit und etwas hängend.
Größe 15 bis 20 (25) m hoch und 10 bis 15 m breit. Jahreszuwachs ca. 25 bis 40 cm, nach 40 Jahren ca. 20 cm. 1885 gepflanzte Exemplare sind in England 27 m hoch.
Rinde Junge Triebe graugrün bis olivgrün, im 2. Jahr grau, lange glatt bleibend, Borke im Alter feinrissig, grau.
Blätter Sommergrün, wechselständig, verkehrt eiförmig bis länglich verkehrt eiförmig, 10 bis 20 (25) cm lang, beiderseits mit 6 bis 10 sehr gleichmäßig geformten, annähernd symmetrischen Lappen und tiefen Buchten.
Früchte Eicheln eilänglich, 2 bis 2,5 cm lang, ein Drittel oder darüber vom Becher umgeben.
Wurzel Hauptwurzeln tiefgehend.
Standort Sonnig.
Boden Durchlässiger, nahrhafter Oberboden, mäßig trocken bis frisch, sauer bis stark alkalisch, insgesamt anspruchslos, gedeiht auch auf trockenen Standorten, bevorzugt werden lehmige Substrate.
Eigenschaften Frosthart, hitze- und trockenheitsverträglich, wärmeliebend, stadtklimafest, hohes Ausschlagsvermögen. Laub verrottet langsam.