Arboretum Baum Nr. 142 - Bergkiefer

Deutscher Name
Bergkiefer
Lateinischer Name
Pinus mugo
Familie
PINUS,
Kieferngewächse (Pinaceae)
Wissenswertes
Die Krummholzkiefer wächst in den Hochgebirgen oberhalb der Baumgrenze. Wo Bäume wegen Kälte und starker Stürme nicht mehr wachsen können, schafft es diese strauchförmige Kiefer. Dank ihres niedrigen Wuchses lässt sie sich im Winter einfach einschneien und ist unter dem Schnee geschützt. Die blühenden Bergwiesen der Alpen sind durch Menschen geschaffene Kulturlandschaften. Häufig wurden Krummholz- kiefernbestände dafür beseitigt.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Montane und subalpine Stufe der Gebirge, auf alkalischen bis stark sauren, humosen, sandigen, felsigen oder torfigen Böden; große Reinbestände bildend oder vergesellschaftet mit Alnus viridis, Rhod. ferrugineum, Rhod. hirsutum, Vaccinium und anderen Gebirgssträuchern. Gebirge von Mittel- und Süd­europa.
Wuchs Vielstämmiger, weit ausgebreiteter, oft niederliegender Strauch/Großstrauch, mit bogig ansteigenden Ästen oder kleiner, breit kegelförmiger Baum mit durchgehendem Stamm und lockerer Krone.
Größe 4,5 bis 6 m hoch (baumförmig kann die Berg-Kiefer aber auch bis 20 m hoch werden). Breite 4 bis 5 m. Jahreszuwachs in der Höhe 15 cm, in der Breite 12 cm.
Rinde Graubraune bis schwarzgraue, kleingefelderte Schuppenborke.
Nadeln Immergrün, nadelartig, Nadeln zu 2, häufig sichelförmig zum Trieb gekrümmt, oft auch leicht gedreht, 3 bis 4 cm lang, dunkelgrün.
Blüten Männliche Blüten oft sehr zahlreich, walzenförmig, gelb, weibliche Blüten fast am Ende der Langtriebe, rosarot, Juni/Juli.
Früchte Eiförmig bis mehr kegelförmig, 2 bis 6 cm lang, 1,5 bis 4 cm breit, gelbbraun bis dunkelbraun.
Wurzel Keine Pfahlwurzel, flach ausgebreitet, stark verzweigt.
Standort Sonnig bis absonnig.
Boden Sehr standorttolerant, auf allen (trockenen) mäßig trockenen bis feuchten, auch nährstoffarmen Böden, anpassungsfähig an den pH-Wert, von sauer bis alkalisch.
Eigenschaften Sehr frosthartes Gehölz mit großer Standortamplitude, gedeiht auf stark vernäßten, sauren, nährstoffarmen Hochmoorflächen wie auch auf Dünengelände an der Küste, widerstandsfähig gegen Schneedruck, das weit­streichende Wurzelwerk legt Geröllhänge fest, industriefest, stadtklimafest, etwas schattenverträglich, windresistent.