Arboretum Baum Nr. 140 - Kuchenbaum

Deutscher Name
Kuchenbaum
Lateinischer Name
Cercidiphyllum japonicum
Familie
CERCIDIPHYLLUM, Cercidiphyllaceae
Wissenswertes
Der deutsche Name wurde gewählt, weil der Baum im Herbst, bei bestimmter Witterung, nach Kuchen oder gebrannten Mandeln duftet. Diese Duftentwicklung entsteht bei den Stoffwechselprozessen während der Herbstfärbung. Bevor ein Baum seine Blätter verliert, werden alle verwertbaren Stoffe im Holz von Stamm und Ästen eingelagert. Da auch der grüne Blattfarbstoff Chlorophyll genutzt wird, werden die Blätter bunt.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Japan, an Flussufern und Gebirgsbächen im Bergland.
Wuchs Kleiner, oft mehrstämmig wachsender Baum oder Großstrauch mit zunächst trichterförmiger, im Alter breitkegelförmiger, rundlicher und zuletzt auch schirmförmiger, malerischer Krone.
Größe 8 bis 10 m hoch und 4,5 bis 7 (8) m breit (in Reutlingen ist ein 1921 gepflanztes Exemplar 20 m hoch), im Alter nicht selten breiter als hoch. Jahreszuwachs in der Höhe 30 cm, in der Breite 15 cm.
Rinde Triebe rotbraun glänzend, mit hellen Lentizellen, Borke graubraun, längsrissig.
Blätter Sommergrün, meist gegenständig, breitrund, kerbig gesägt, bis 8 cm lang, Basis herzförmig, Blattstiel schön rot gezeichnet und sich gut abhebend von den frischgrünen bis bläulichgrünen Blättern; Austrieb früh, fast karminrot; im Herbst von hellgelb über aprikosenorange bis zu karmin- und scharlachrot, das Fallaub duftet schon aus größerer Entfernung angenehm nach Zimt und ­Karamel.
Blüten Pflanze ist zweihäusig, männliche Blüten einzeln oder in Köpfchen, 15 bis 20 Staubblätter, weibliche Blüten mit sehr dekorativen, leuchtend purpurroten Narbensäumen, vor Laubaustrieb.
Früchte 15 bis 22 mm lange, bananenartig gebogene Hülsen.
Wurzel Herzwurzel mit hohem Feinwurzelanteil im oberen Bodenbereich.
Standort Sonnig bis absonnig.
Boden Bevorzugt tiefgründige, frische, nährstoffreiche, saure bis kalkhaltige Böden.
Eigenschaften Etwas spätfrostempfindlich, reagiert in Hitzeperioden bei gleichzeitiger Luft­trockenheit auf trockenen Standorten gelegentlich mit Blattabwurf, treibt jedoch nach Wässern innerhalb kurzer Zeit wieder voll aus (Sommer 1983 und 1990). Herbstfärbung auf sauren Böden wesentlich intensiver.