Arboretum Baum Nr. 138 - 141 - 151 - Kornelkirsche

Deutscher Name
Kornelkirsche
Lateinischer Name
Cornus mas
Familie
CORNUS,
Hartriegelgewächse (Cornaceae)
Wissenswertes

Die ersten gelben Blüten im Jahr sind die Kornelkirschen. In Norddeutschland sieht man sie in der Natur eher selten. Richtung Süden wird sie immer häufiger. Die Früchte sind vielseitig verwendbar und in einigen südeuropäischen Ländern werden spezielle Fruchtsorten als Obstgehölze angebaut. Die im Stadtpark häufig gepflanzten Kornelkirschen werden auch geerntet. Meistens von Besuchern, die diese Sträucher aus ihren Mutterländern gut kennen.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Die Japanische Kornelkirsche ist ein Strauch oder kleiner Baum aus der Gattung der Hartriegel. Er sieht ähnlich aus wie die in Europa heimische Kornelkirsche (C. mas), stammt aber aus China, Japan und Korea. Sie wächst dort im Unterwuchs von Wäldern, an Waldrändern und Gebüschen. Die botanische Bezeichnung officinalis bezieht sich auf die Verwendung der Früchte als Medizin. Cornus wird häufig in der chinesischen Kräutermedizin als Stärkungsmittel und seiner adstringierenden Wirkung verwendet. Cornus officinalis wurde 1839 von Philipp Franz von Siebold und Joseph Gerhard Zuccarini beschrieben und benannt.
Wuchs Die japanische oder asiatische Kornelkirsche ist im Schatten oft einstämmig und hoch aufragend. Im freien Stand eher strauchartig, vielstämmig und mit ausgebreiteter Krone.
Größe 4 m bis 10 m.
Rinde Die Rinde ist grau-braun und blättert an dickeren Ästen und Stämmen in dünnen Plättchen ab. Das Holz des Cornus officinalis ist ein wertvolles Nutzholz.
Blätter Die ovalen, ganzrandigen Laubblätter werden etwa sechs bis zehn Zentimeter lang, wie bei vielen anderen Hartriegeln auch sind die sechs bis sieben Seitennerven neben der Mittelrippe nach vorne gebogen. Die Blattunterseite ist heller gefärbt. Die einfachen, grünen Blätter sind gegenständig angeordnet. Im Herbst trumpft Cornus officinalis noch einmal mit einer bezaubernden Herbstfärbung auf. Dann verwandelt sich das Blatt der Pflanze in ein wunderschönes Braunrot, dass den ganzen Garten verzaubert.
Blüten Im Frühjahr, noch vor dem Blattaustrieb, erscheinen die duftenden Blüten. Sie sind zu kleinen Dolden vereint. Jede Dolde wird von vier unauffälligen Hochblättern eingefasst. Die Blütenblätter sind gelb. Die Pflanze ist zwittrig, die Bestäubung erfolgt durch Fremdbestäubung über Tiere.
Früchte Aus den Blüten entwickeln sich bis zum Herbst längliche, etwa zwei Zentimeter große, rote oder purpurne Steinfrüchte. Die Früchte werden von zahlreichen Vögeln und Säugetieren gefressen, die damit für die Verbreitung sorgen (Zoochorie). Die Früchte des Asiatischen Hartriegels (chin.: zhu yu oder zao pi) werden traditionell in der ostasiatischen Medizin genutzt. Die Früchte sind essbar und können roh oder getrocknet für Gelee, Marmelade, Likör, Wein, Gebäck oder Kuchen verwendet werden. Die Früchte schmecken leicht süß-säuerlich und sind reich an Vitamin C.
Standort Die Sträucher bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf frischen Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig, kiesig-lehmig oder sandig-tonig sein. Sie vertragen Temperaturen bis -29°C.
Boden Frisch-trockene, humose, leicht kalkhaltige Böden.
Eigenschaften Cornus officinalis wächst häufiger baumartig als die europäische Kornelkirsche. Der Japanische Hartriegel, auch Japanische Kornelkirsche genannt, sieht unserer mitteleuropäischen, einheimischen Kornelkirsche (Cornus mas) zum Verwechseln ähnlich, wird aber nur selten kultiviert.
Verwendung Die Japanische Kornelkirsche ist im heimischen Garten eine ideale Begleiterin für Liebhaber außergewöhnlicher Sträucher und Bäume. Die unvergleichliche und dekorative Optik der Japanischen Kornelkirsche spricht für sich. So steht sie nicht nur in japanischen Gärten bestens, sondern macht auch im heimischen Garten eine besonders gute Figur. Solitär, Gruppenpflanzung, Ziergehölz, Hecke, Bienenweide, Wildobst, Vogelnährgehölz.
Pflegehinweis Grundsätzlich sind die Pflanzen als wenig pflegeintensiv einzustufen. Cornus officinalis verträgt Schnitt sehr gut und lässt sich als Hecke verwenden.