Arboretum Baum Nr. 134 - Wildbirne

Deutscher Name
Wildbirne
Lateinischer Name
Pyrus communis
Familie
PYRUS, Rosengewächse (Rosaceae)
Wissenswertes

Wenn man die kleinen sauren Früchte der Wildbirne sieht und probiert, dann ist kaum vorstellbar, dass hieraus unsere großen und wohlschmeckenden Birnen gezüchtet wurden. Pflanzenzüchtung war anfänglich eine Auslese der Pflanzen mit den größten Früchten und dem süßesten Geschmack. Schon in der Antike, vor etwa 3000 Jahren, wurde bei den Birnen damit begonnen. Erst in den letzten 150 Jahren wurden auch gute Sorten gezielt gekreuzt.

Ausführliche Beschreibung

Wuchs Mittelgroßer Baum mit schmal pyramidaler Krone.
Größe Bis 10 (15) m hoch und 5 bis 7 m breit. Jahreszuwachs ca. 20 bis 40 cm.
Blätter Sommergrün, wechselständig, eirund bis elliptisch, 2 bis 8 cm lang, hellgrün; Herbstfärbung lebhaft gelb bis orangerot.
Blüten Weiß, in zottig behaarten Doldentrauben, April bis Mai; auffallender Blütenbaum.
Früchte Birnenförmig bis fast kugelig, 2,5 bis 5 cm lang, zuletzt gelbgrün, herbsauer.
Wurzel Kräftig, sehr tief, Pfahlwurzel.
Standort Sonnig bis absonnig.
Boden Allgemein anpassungsfähig an den Standort, trockene bis frische, nährstoff­reiche, kalkhaltige Substrate, optimal sind lockere, tiefgründige Lehmböden in wintermilder, sommertrockener Klimalage, ungünstig sind nasse, kalte Böden.
Eigenschaften Frosthart, etwas spätfrostgefährdet, stadtklimafest, sommerliche Hitze- und Trockenperioden werden gut vertragen. Baumart für den lichten Halbschatten, wärmeliebend, auf Grund der ledrigen Blattstruktur gut windfest, kaum krankheitsanfällig, hohes Ausschlagsvermögen, verträgt Überflutung (Baum des Auenwaldes), wird bis zu 150 Jahre alt.