Arboretum Baum Nr. 114 - 132 - Rosskastanie

Deutscher Name
Rosskastanie
Lateinischer Name
Aesculus hippocastanum
Familie
HIPPOCASTANACEAE,
Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Wissenswertes
Die Rosskastanie war vor der Eiszeit überall in Europa verbreitet. Heute ist sie nur noch auf dem Balkan heimisch, wohin sie vor der Kälte der Eiszeit zurück gewichen ist. Wegen ihres großen Samens gelang es der Rosskastanie nicht, sich wieder in Europa zu verbreiten. Bäumen wie der Birke, die auch die Eiszeit auf dem Balkan überdauerte, gelang es durch die flugfähigen Samen sehr schnell, wieder ganz Europa zu besiedeln.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Nordgriechenland, Albanien, Südjugoslawien, Ostbulgarien, in feuchten Gebirgswäldern auf nährstoffreichen, tiefgründigen Sand- und Lehmböden. Seit dem 16. Jahrhundert in Mitteleuropa eingebürgert.
Wuchs Großer Baum mit breiter bis hochgewölbter, dicht geschlossener Krone, untere Zweigpartien im Alter malerisch überhängend.
Größe Bis 25 (bis 30) m hoch und 15 bis 20 (25) m breit. Jahreszuwachs in der Höhe 45 bis 50 cm, in der Breite 25 bis 35 cm.
Rinde Triebe graubraun, bis 2 cm dick, im Alter dunkelgraue Schuppenborke.
Blätter Sommergrün, gegenständig, Blattstiel und Spreite je 10 bis 20 cm lang, handförmig, 5- bis 7-teilig, dunkelgrün, Herbstfärbung leuchtend gelb bis braun.
Blüten Weiß, gelbrot gefleckt, in 20 bis 30 cm langen, aufrechten Rispen, interessant ist der "Farbwechsel" der Blüte, die Saftmale sind zuerst gelb, am 2. Tag ziegelrot, dann karminrot, Mai.
Früchte Groß, stachelig, mit 1 bis 2 glänzend dunkelbraunen Samen (Kastanien).
Wurzel Herzwurzelsystem, tiefgehend und weitstreichend, mit hohem Anteil von Feinwurzeln, aber auch stärkeren Seitenwurzeln im oberen Bereich.
Standort Sonnig bis absonnig.
Boden Keine besonderen Ansprüche, liebt frische bis feuchte, tiefgründige, nährstoffreiche Böden, schwach sauer bis alkalisch, kalkverträglich, empfindlich gegen Oberflächenverdichtung.
Eigenschaften Sehr frosthart, empfindlich gegen Immissionen und Salz, Kastanienblüten produzieren viel Nektar, sehr gute Bienenweide.