Arboretum Baum Nr. 131 - Spitz-Ahorn

Deutscher Name
Spitz-Ahorn
Lateinischer Name
Acer platanoides
Familie
ACERACEAE,
Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Wissenswertes
Kinder nennen die Ahornfrucht „Nasenflügel“ und kleben ihn sich gerne auf die Nase. Der Flügel ist für die Verbreitung des Samens durch den Wind sehr wichtig. Zwar kann der schwere Samen damit nicht wie eine Pusteblume fliegen, aber der Flügel führt während des Falls zu einer Drehbewegung, die den Samen lange in der Luft hält, so dass der Wind ihn weit abtreiben kann.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Europa, nach Osten bis zum Ural, im Süden bis zum Kaukasus, Kleinasien und Nordpersien; in Mischwäldern auf feuchten, nährstoffreichen, humosen Böden.
Wuchs Großer, rundkroniger Baum mit dichtgeschlossener Krone und im Freistand mächtigen, weit ausladenden, stark verzweigten Ästen, schnellwüchsig.
Größe 20 bis 30 m hoch und 15 bis 22 m breit (Freistand!). Jahreszuwachs in der Höhe 45 bis 60 cm, in der Breite 30 bis 40 cm. Zuwachs in der Jugend stärker.
Rinde Zweige hellbraun, Winterknospen rot bis rotviolett, bei A. pseudoplatanus grün(!), Borke schwärzlichgrau, längsrissig.
Blätter Sommergrün, gegenständig, bis 20 cm breit, 5- bis 7-lappig, bogig gezähnt, Milchsaft führend; Herbstfärbung intensiv goldgelb, oft auch rötlich gezeichnet.
Blüten Gelbgrün in endständigen, aufrechten Doldentrauben vor Laubaustrieb, blühende Bäume sind von großer Schönheit.
Früchte Fruchtflügel stumpfwinklig bis fast waagerecht angeordnet, braun.
Wurzel Flaches Herzsenkerwurzelsystem, Hauptmassen der Wurzeln liegen im ­oberen Horizontalbereich, sehr intensives Feinwurzelwerk.
Standort Sonnig bis halbschattig.
Boden Keine besonderen Ansprüche, toleriert alle Bodenarten, schwach sauer bis alkalisch, versagt aber auf moorigen, torfigen Standorten.
Eigenschaften Wildart ist frosthärter als die bekannten Sorten. Hitzeverträglich, außerordentlich trockenheitsresistent, sehr windfest, gut schattenverträglich, stadtklimafest.