Arboretum Baum Nr. 128 - Berliner Lorbeer-Pappel

Deutscher Name
Berliner Lorbeer-Pappel
Lateinischer Name
Populus x berolinensis
Familie
SALICACEAE, Weidengewächse
Verbreitung
1870 im Botanischen Garten Berlin durch Kreuzungentstanden
Wissenswertes
Botanische Pflanzennamen sind die international einheitlichen, wissenschaftlichen Bezeichnungen der Pflanzen. Für jemand, der kein Latein gelernt hat, sind sie in der Regel unverständlich. Hier weist der Artname darauf hin, dass diese Pappel im botanischen Garten von Berlin 1870 als Zufallskreuzung entstanden ist. Meistens haben die Namen etwas mit den Eigenschaften der Pflanzen zu tun oder der Entdecker der Art hat sich im Namen verewigt.

Ausführliche Beschreibung

Wuchs Großer Baum mit breit säulenförmiger Krone und durchgehendem Stamm, Seitenäste und Zweige dick, aufstrebend; anfangs sehr schnellwüchsig.
Größe 18 bis 25 m hoch und etwa 10 m breit. Jahreszuwachs in der Jugend 80 cm, später etwa 50 cm.
Rinde Triebe kantig, graugelb, später dunkel, Knospen grünlich und klebrig, spitz, schief, stark nach Balsam duftend; alte Borke schwarzgrau, rissig.
Blätter Sommergrün, wechselständig, eiförmig lang zugespitzt, 8 bis 12 cm lang, oberseits frischgrün, unterseits weißlich-grün, Blattstiel bis 4 cm lang, rundlich; Austrieb besonders hellgrün (Mitte April); Herbstfärbung gelblich.
Blüten Pflanze ist männlich, Kätzchen vor den Blättern erscheinend.
Wurzel Kräftig, flach ausgebreitet, dicht verzweigt, Anlage zur Brettwurzelbildung. Wurzel geht kaum über den Kronenbereich hinaus (EHLERS).
Standort Sonnig.
Boden Anspruchslos, gedeiht auch gut auf schlechteren Böden, bevorzugt frische bis feuchte, nährstoffreiche, grundwasserbeeinflusste Standorte mit nicht zu hohem Grundwasserstand (40 bis 80 cm). Der Baum verträgt keine regelmäßigen Überschwemmungen. Andererseits übersteht er gut Trocken­perioden, aber nicht auf kiesigen, schotterreichen Böden (EHLERS).
Eigenschaften Sehr frosthart, rauchhart, stadtklimafest, neigt zu Wurzelausläufern, hohes Ausschlagsvermögen, kurzlebig, etwa 80 Jahre, neigt zur Brüchigkeit.