Arboretum Baum Nr. 036 - 116 - Silber-Linde

Deutscher Name
Silber-Linde
Lateinischer Name
Tilia tomentosa
Familie
TILIACEAE, Lindengewächse
Wissenswertes
Die Silberlinde wird häufig als Straßenbaum gepflanzt. Weil zur Lindenblüte ganz oft sehr viele tote und sterbende Hummeln unter den Bäumen liegen, wurde vermutet, dass der Nektar der Silberlinde für die Hummeln giftig ist. Die wahre Ursache ist aber, dass die Hummeln zu dieser Zeit in den Städten kein anderes Futter finden und in den Silberlinden verhungern. Bevor man das herrausfand wurden viele „Hummelmörder“ abgesägt.
 

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Südosteuropa, Kleinasien.
Wuchs Großer Baum mit regelmäßiger, breit kegelförmiger, geschlossener Krone, Hauptäste spitzwinklig ansetzend, oft fächerförmig gestellt, straff aufrecht, ­Neigung zu Gabelwuchs, einzelne stärkere Seitenäste bogig herabhängend, im Alter mehr rundliche, hochgewölbte Krone, raschwüchsig.
Größe 25 bis 30 m hoch und 15 bis 20 m breit. Jahreszuwachs in der Höhe ca. 40 cm, in der Breite ca. 30 cm.
Rinde Triebe grün, dicht graufilzig behaart, Zweige olivgrün, im Alter glatt und grau.
Blätter Sommergrün, herzförmig, 11 bis 16 cm lang und 6,5 bis 12 cm breit, Oberseite im Bereich der Adern sandfarben behaart, nur schwach glänzend, unterseits weißfilzig, Herbstfärbung leuchtend gelb.
Blüten Gelblich, in 5- bis 10-blütigen Trugdolden, stark duftend, Mitte/Ende Juli bis 1. Woche August.
Früchte Spitz eiförmig, bis 1 cm lang (sie haben die Form einer Zitrone), gerippt.
Standort Sonnig.
Boden (Mäßig) trockener bis frischer, nährstoffreicher Boden, schwach sauer bis alkalisch, T. tomentosa gedeiht auch auf ärmeren, trockeneren Substraten. Optimal auf frischen, lehmigen Böden.
Eigenschaften Frosthart, wärmeliebend, hitzeresistent, übersteht sommerliche Luft- und Bodentrockenheit besser als andere Linden, stadtklimafest, bedingt rauchhart, weitgehend widerstandsfähig gegen Insekten und Krankheiten (OLBRICH), wenig Honigtauabsonderung.