Arboretum Baum Nr. 094 - Flügelnuss

Deutscher Name
Flügelnuss
Lateinischer Name
Pterocarya fraxinifolia
Familie
JUGLANDACEAE, Walnussgewächse
Wissenswertes
Die Besonderheit der Flügelnuss ist das Fehlen von Knospenschuppen. Man kann so sehr schön die im Miniformat vorgebildeten Blätter erkennen. In den Knospen der anderen Gehölze sind ebenfalls Blätter, Zweige und Blüten für die nächste Saison vorgebildet. Hier schützen aber kleine harte Knospenschuppen das empfindliche Innere vor den Härten des Winters. Mit beginnendem Wachstum streckt sich die Knospe und die Knospenschuppen fallen ab.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Feuchte Wälder vom Kaukasus bis nach Nordpersien.
Wuchs Meist mehrstämmiger, großer Baum mit breit ausladender Krone und an der Basis bogenförmig geschwungenen, schräg aufrechten Hauptstämmen; raschwüchsig.
Größe 15 bis 20 (25) m hoch (in England gibt es 33 m hohe Exemplare), bis 15 m breit, vielstämmige Bäume so breit wie hoch, im Alter durch zusätzliche Ausläuferbildung oft viel breiter als hoch. Jahreszuwachs ca. 40 bis 50 cm.
Rinde Zweige olivbraun bis grünlichgrau, Mark im Querschnitt gefächert, alte Borke schwarzgrau mit auffallend hellen Längsfurchen, Knospen stets ohne Knospenschuppen, rostbraun, zwischen Knospenstiel und der Blattnarbe stets ­kleinere, ungestielte Beiknospen.
Blätter Sommergrün, wechselständig, gefiedert, bis 50 cm lang, Blättchen 13 bis 21, eilänglich bis länglich lanzettlich, 8 bis 12 cm lang, dunkelgrün, Austrieb sehr früh, spätfrostgefährdet; Herbstfärbung gelb.
Blüten Grün, in hängenden Kätzchen, männliche Blütenstände bis 20 cm lang; Mai.
Früchte Halbkreisförmige, geflügelte Nüsschen, zu vielen wie aufgeschnürt an bis zu 40 cm langer, dünner Spindel.
Wurzel Weit ausgebreitet, Hauptseitenwurzeln oft sehr flach, stark verzweigt, brett­artig, auf feuchten Standorten starke Ausläuferbildung bis über die Kronen­traufe hinaus.
Standort Sonnig bis absonnig.
Boden Die Flügelnuss ist sehr anpassungsfähig an Boden und pH-Wert, kalkverträglich, sie entwickelt sich optimal auf tiefgründigen, feuchten bis nassen, nahrhaften Standorten (Erlenböden), gedeiht aber auch auf trockeneren Normalböden.
Eigenschaften Frosthart, bei sehr frühem Austrieb spätfrostgefährdet, verträgt auch trockene Standorte ausgezeichnet, wenn das Wurzelwerk gut ausgebildet und entwickelt ist, stadtklimafest, hitzeverträglich, windresistent, erträgt längere Überschwemmungszeiten schadlos.