Arboretum Baum Nr. 068 - 093 - Serbische Fichte

Deutscher Name
Serbische Fichte
Lateinischer Name
Picea omorica
Familie
PINACEAE, Kieferngewächse
Wissenswertes
Die Serbische Fichte wäre durch die Eiszeit fast ausgestorben. Vor der Eiszeit war sie in Europa weit verbreitet. Das kalte Klima hat sie in ein Gebiet an der Adria verdrängt, dass kleiner als Hamburg ist. Von dort hat sie sich nicht erneut verbreiten können. Erst die große Beliebtheit als Zierbaum hat zu einer erneuten Verbreitung geführt. Der schlanke Wuchs macht sie beliebt.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Auf Kalkverwitterungsböden in sommerkühler, luftfeuchter und schneereicher Klimalage, in Höhen um 700 bis 1500 m. Das verhältnismäßig engbegrenzte Areal liegt im Tara-Gebirge des mittleren und oberen Drina-Laufes. 1877 von Prof. PANCIC erstmalig aufgefunden. Heute überall weitverbreitet und eines der am häufigsten angepflanzten Nadelgehölze.
Wuchs Mittelgroßer bis großer, kerzengerader Baum mit schlank kegelförmiger bis fast säulenförmiger Krone, Äste waagerecht, im unteren Bereich malerisch durchhängend, mit ansteigender Spitze, im Freistand bis zum Boden beastet.
Größe 15 bis 25 (bis 30) m hoch und 2,5 bis 4 m breit. Jahreszuwachs in der Höhe 35 cm, in der Breite 15 cm.
Nadeln Immergrün, nadelförmig, 8 bis 18 mm lang, unten mit 2 breiten, weißen ­Stomabändern, oben glänzend dunkelgrün.
Blüten Männliche Blüten sehr zahlreich, hellrötlichgelb, weibliche Blüten länglich-eiförmig, aufrecht, purpurrot; Mai.
Früchte Zapfen eiförmig-länglich, 3 bis 6 cm lang, etwa 1 cm dick, jung violettpurpur, später glänzend zimtbraun, an jüngeren Pflanzen schon sehr zahlreich.
Wurzel Flachwurzler, etwas tiefer als P. abies.
Standort Sonnig, luftfeuchte Lagen liebend.
Boden Gedeiht beinahe in jedem Boden, mäßig trocken bis feucht, stellt nur geringe Ansprüche, wächst sowohl auf Kalk als auch auf Urgestein, verträgt allerdings weder verdichtete Böden noch Staunässe. Die Serbische Fichte wächst ­optimal auf genügend tiefgründigen, wasserdurchlässigen Substraten.
Eigenschaften Absolut frosthart, gegenüber Krankheiten wenig empfindlich, leiden in Neubaugebieten (Bodenverdichtung) unter Magnesiummangel, Abhilfe schafft Frühjahrsdüngung mit Magnesiumsulfat (Bittersalz), stadtklimafest, verträgt weniger Schatten als P. abies, durch flache Wurzel sind Solitärpflanzen windwurfgefährdet (Anpfählen).