Arboretum Baum Nr. 082 - Wein-Rose

Deutscher Name
Wein-Rose
Lateinischer Name
Rosa rubiginosa
Familie
ROSACEAE, Rosengewächse
Wissenswertes
Rosen sind eine Pflanzengattung mit sehr vielen Wildarten im Europa, Asien und Nordamerika. Durch Kreuzung dieser Wildarten untereinander sind über viele Zwischenschritte unsere heutigen Gartenund Schnittrosen gezüchtet worden. Ein Zentrum derweltweiten Rosenzucht liegt im Pinneberger Baumschulgebiet. Auch wenn die Schnittrosen, die wir heute kaufen, oft aus Afrika kommen, so wurden viele Sorten dieser Rosen ganz in der Nähe gezüchtet.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Europa; östlich bis Mittelrussland, nördlich bis Oslo. In Deutschland überall verbreitet. Pioniergehölz auf Kalk-Magerweiden, in trockenen Gebüschen, an ­felsigen Hängen, Weg- und sonnigen Waldrändern, auf Böschungen und ­Brachen. Auf mäßig trockenen bis trockenen, gern kalkhaltigen und tiefgrün­digen, sandigen Ton- und Lehmböden.
Wuchs Starkwüchsiger und dichtbuschiger Strauch mit kräftigen, zunächst straff aufrechten Grundtrieben und bogig überhängenden Spitzen. Keine Ausläufer­bildung.
Größe 2 bis 3 m hoch und breit.
Rinde Triebe dicht mit hakenförmigen Stacheln und Borsten besetzt.
Blätter Sommergrün, wechselständig, unpaarig gefiedert, Blättchen zu 5 bis 7, eiförmig oder elliptisch, 2 bis 3 cm lang, dunkelgrün, Unterseite dicht mit Drüsen besetzt, apfel- bzw. weinartig duftend.
Blüten Hellrosa bis rosa mit dunkler Aderung (R. H. S. Colour Chart 68 C), 3 bis 5 cm breit, zu 1 bis 3 an drüsig-borstigen Stielen.
Früchte Eiförmig, 1,5 bis 2 cm lang, scharlachrot, glatt oder an der Basis etwas borstig, Kelchblätter lange haftend.
Wurzel Hauptwurzeln tiefgehend (Tiefwurzler), keine Ausläuferbildung.
Standort Sonnig bis absonnig.
Boden Insgesamt anspruchslos, auf allen durchlässigen, mäßig trockenen bis trockenen, neutralen bis stark alkalischen Böden.
Eigenschaften Sehr frosthart, wärmeliebend, trockenheitsverträglich, stadtklimafest, Lehmzeiger, Tiefwurzler (keine Ausläufer), hohes Ausschlagsvermögen, Blattunterseite, Frucht- und Blütenstiele sehr dicht mit Drüsenhaaren besetzt, die ein nach Äpfeln oder Wein duftendes, ätherisches Öl produzieren, das besonders zur Zeit der Blattentwicklung, auch auf größere Entfernung (15 bis 20 m), wahrzunehmen ist.