Arboretum Baum Nr. 067 - Grau-Pappel

Deutscher Name
Grau-Pappel
Lateinischer Name
Populus x canescens
Familie
SALICACEAE, Weidengewächse
Wissenswertes
Die Grau-Pappel ist eine der Baumarten, die als sogenanntes „Energieholz“ dazu beitragen kann, den Klimawandel zu verhindern. Energieholz kommt nicht aus dem Wald, sondern wird als landwirtschaftliche Kultur auf schlechten Ackerböden angebaut. Die Ernte erfolgt alle 3 bis 4 Jahre mit einem Häcksler, wie bei der Maisernte. Die Hackschnitzel werden verheizt. Der Baum treibt nach jeder Ernte aus der Wurzel neu aus.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Wärmere Standorte in Auen und Niederungen in ganz Deutschland
Wuchs Großer Baum mit lockerer, breit ausladender, hoch gewölbter Krone, Stamm im Freistand meist kurzschäftig, Seitenäste schräg aufwärts, im Alter über­hängend, schnellwüchsig.
Größe 20 bis 25 (bis 30) m hoch und 15 bis 20 (bis 25) m breit, im Freistand oft so breit wie hoch. Jahreszuwachs ca. 50 bis 80 cm.
Rinde Junge Triebe grau, nicht weiß, Stämme lange glatt bleibend.
Blätter Sommergrün, wechselständig, an Langtrieben dreieckig eiförmig, oben dunkelgrün, unten locker graufilzig, 6 bis 12 cm lang, Blätter an Kurztrieben eirundlich, kleiner.
Blüten Pflanze ist zweihäusig, in 6 bis 10 cm langen, grünlichgelben Kätzchen.
Wurzel Kräftig, Hauptwurzeln tiefgehend, besonders auf trockeneren Standorten, neigt zu reichlich Wurzelbrut.
Standort Sonnig bis halbschattig.
Boden Sehr bodentolerant, bevorzugt zwar frische bis feuchte, tiefgründige und kalk­reiche Böden, gedeiht aber auch noch gut auf grundwasserfernen, sandigen Böden, sogar auf anmoorigen, staunassen, sauren Standorten (EHLERS).
Eigenschaften Sehr frosthart, stadtklimafest, sehr windresistent, die beste sturmsichere ­Pappelart in Norddeutschland (EHLERS), viel Schatten ertragend, verträgt von allen Pappeln am besten Grundwassersenkung.