Arboretum Baum Nr. 058 - Öhrchen-Weide

Deutscher Name
Öhrchen-Weide
Lateinischer Name
Salix aurita
Familie
SALICACEAE, Weidengewächse
Wissenswertes
Die Nutzung von Heilpflanzen ist durch die gute Wirksamkeit industriell hergestellter Medikamente stark zurück gegangen. Auch die Weide war eine viel genutzte Heilpflanze, deren Rinde bei Fieber und Schmerzen verwendet wurde. Von Salix, dem wissenschaftlichen Namen der Weide, abgeleitet, heißt der Wirkstoff der Rinde Salicylsäure. Die daraus entwickelte Acetylsalicylsäure ist als ASS bekannt. ASS ist unter anderem in Aspirin enthalten..

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Europa, Westasien. Häufig auf Moorwiesen, an Hochmoorrändern, Seeufern, in Bruchwäldern, an Gräben und Kanälen sowie in Flach- und Quellmooren, auf feuchten, stau- und sickernassen, mäßig nährstoffreichen, kalkfreien, ­sauren Sand- und Torfböden.
Wuchs Breit aufrechter, etwas sparrig verzweigter, gedrungener Strauch, dicht- und feintriebig, langsam wachsend.
Größe 1,5 bis 3 m hoch und breit.
Rinde Junge Triebe anfangs filzig behaart, graugrün bis rotbraun, später grau, glatt, alte Borke schwarzrissig.
Blätter Sommergrün, wechselständig, verkehrt eiförmig, stumpfgrün und sehr runzlig, bis 5 cm lang und 2,5 cm breit, Nebenblätter groß, nierenförmig, nicht abfallend. Herbstfärbung unbedeutend.
Blüten Gelbe Kätzchen, eiförmig, 1 bis 2 cm lang, vor dem Blattaustrieb, weibliche Kätzchen bis 3 cm lang. März/April.
Wurzel Flach ausgebreitet, Ausläufer treibend.
Standort Sonnig bis absonnig.
Boden Auf allen sauren, frischen bis feuchten (nassen)-Böden. Wächst aber auch auf trockenen Standorten.
Eigenschaften Frosthart, schwachen Schatten vertragend, Bodenfestiger, bildet auf sumpfigen Böden mit Rhamnus frangula die Vorstufe natürlicher Wälder, im Küstengebiet guter Windschutz.