Arboretum Baum Nr. 057 - Österr. Schwarz-Kiefer

Deutscher Name
Österr. Schwarz-Kiefer
Lateinischer Name
Pinus nigra ssp. nigra
Familie
PINACEAE, Kieferngewächse
Verbreitung
Von Österreich bis Mittelitalien, Griechenland und Jugoslawien, auf mittel- bis flachgründigen, mäßig nährstoffreichen, gut durchlässigen Sand- oder Lehmböden, häufig auf Kalkgestein.
Wissenswertes
Die Schwarzkiefer kommt in Südeuropa an Stelle unserer heimischen Kiefer vor. Das Holz aller Kiefern ist sehr harzreich. Kiefernharz war bis vor wenigen Jahrzehnten ein wichtiger Rohstoff. Um ihn zu gewinnen wurde der Stamm bis ins Holz eingeritzt und ein kleines Gefäß darunter befestigt. Das Harz wurde bei der Herstellung von Farbe, Klebstoff, aber auch von Kaugummi genutzt.

Ausführliche Beschreibung

Wuchs Imposanter, großer Nadelbaum, in der Jugend breit kegelförmig mit kandelaber­artigen, gleichmäßigen Astetagen, im Alter mit malerischer, weit ausladender, oft schirmförmig abgeflachter Krone, rasch wachsend.
Größe 20 bis 30 (45) m hoch und 8 bis 10 (15) m breit. Jahreszuwachs in der Höhe 40 cm, in der Breite 20 cm.
Rinde Tief und grob gefurcht, grauschwarze Schuppenborke, im Alter sehr dekorativ.
Nadeln Immergrün, nadelartig, Nadeln zu 2, auffallend dunkelgrün und starr, stechend, 8 bis 16 cm lang.
Früchte Zapfen 5 bis 9 cm lang, fast symmetrisch; hellbraun, leere Zapfen im Frühjahr abfallend.
Wurzel Hauptwurzeln kräftig, tiefgehend.
Standort Sonnig.
Boden Anspruchslos, auf allen trockenen bis feuchten, gut durchlässigen, auch nährstoffarmen Substraten, sauer bis stark alkalisch, gedeiht selbst auf humus­losem, trockenem, heißem Kalkgestein (Karstgebiete am Mittelmeer).
Eigenschaften Zuverlässig frosthart, sehr ausgeprägte Windresistenz, relativ salzunempfindlich, Hitze und sommerliche Dürre werden ungewöhnlich gut ertragen, un­empfindlich gegen chronische Luftverunreinigung durch SO2, stadtklimafest.