Arboretum Baum Nr. 045 - Douglasfichte

Deutscher Name
Douglasfichte
Lateinischer Name
Pseudotsuga menziesii
Familie
PINACEAE, Kieferngewächse
Wissenswertes
Douglasien sind an der Westküste Nordamerikas heimisch. Anbauversuche vor etwa 150 Jahren waren so erfolgreich, dass die Douglasie heute zu einer wichtigen Waldbaumart geworden ist. In ihrer Heimat kann die Douglasie bis zu 130 Meter hoch werden. In Freiburg steht eine mit 65 Metern nur halb so hohe Douglasie. Sie ist damit der höchste Baum in ganz Deutschland.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung In Gebirgstälern der Rocky Mountains auf Höhen zwischen 600 und 2600 m, nordwestliches Nordamerika.
Wuchs Großer, rasch wachsender Baum; in der Jugend gleichmäßig kegelförmig mit geradem, bis zur Spitze durchgehendem Stamm, im Alter dicke Stämme ­bildend, Krone breit ausladend mit starken, waagerechten Astetagen, relativ rasch wachsend.
Größe 30 bis 50 m hoch, in der Heimat höher, Küstenformen haben Höhen von 90 bis 100 m und einen Stammdurchmesser von 5 m erreicht. Breite bei uns 8 bis 10 (12) m. Jahreszuwachs in der Höhe 40 cm, in der Breite 20 cm.
Rinde Rinde bei jungen Bäumen dunkelgrau, glatt, mit Harzbeuteln, an alten ­Stämmen beinahe schwarzgraue, bis zu 25 cm dicke, tief zerfurchte Schuppenborke.
Nadeln Immergrün, nadelartig, kammförmig gescheitelt, 3 cm lang, graugrün, gerieben leicht duftend.
Früchte Zapfen länglich eiförmig, 5 bis 10 cm lang, 2 bis 3,5 cm dick. Deckschuppen dreizipflig, weit zwischen den Samenschuppen herausragend.
Wurzel Auf normalen Böden typischer Herzwurzler. Boden wird halbkugelig bis zu einer Tiefe von 1 bis 1,4 m gut erschlossen. Wurzelraum wird intensiv von Feinwurzeln durchzogen. Auf mäßig dichtem Lehm flacheres Wurzelwerk (KÖSTLER/BRÜCKNER/BIBELRIETHER).
Standort Sonnig bis absonnig.
Boden Optimal auf allen frischen bis feuchten, tiefgründigen, gut drainierten, humosen Lehm- oder sandigen Lehmböden, gedeiht aber auch auf mäßig trockenen Standorten, sauer bis schwach alkalisch; meidet zu trockene und staunasse Böden.
Eigenschaften In Mitteleuropa überall winterhart, leidet gelegentlich unter Spätfrösten, deren Schäden - wie auch andere Verletzungen - dank ihres sehr großen Regenerationsvermögens schnell ausheilen, mäßig Schatten ertragend, empfindlich gegen Immissionen, kein Rohhumusbildner wie unsere Fichte, Kronenäste schneebruchgefährdet, Holz ist hochwertig, Höchstalter liegt zwischen 500 und 700 Jahren.