Arboretum Baum Nr. 028 - Zirbel-Kiefer

Deutscher Name
Zirbel-Kiefer
Lateinischer Name
Pinus cembra
Familie
PINACEAE, Kieferngewächse
Wissenswertes
Zirbelkiefern sind in Sibirien und in vielen Eurasischen Hochgebirgen heimisch. Also in Regionen mit langen und kalten Wintern. Früher waren die fetthaltigen Samen, die sogenannten Zirbelnüsse, eine wichtige Nahrungsquelle, die in diesen kalten Gegenden das Überleben von Mensch und Tier sicherten. Die heutzutage beliebten Pinienkerne sind Samen einer Kiefer aus Südeuropa.
 

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Auf sauren, humosen, mäßig nährstoffreichen Steinböden in kalt kontinentaler Klimalage, in Höhen zwischen 1300 und 2750 m; Alpen und Karpaten bis zur Baumgrenze, außerdem im nördlichen Russland und Sibirien.
Wuchs Mittelgroßer Baum, in der Jugend schmal pyramidale, dicht geschlossene, regelmäßig geformte Krone, im Alter unregelmäßig, offen, oft sehr malerisch, langsam wachsend.
Größe (10) 15 bis 20 (25) m hoch und (3) 4 bis 5 (8) m breit. Jahreszuwachs in der Höhe 15 (bis 25) cm, in der Breite 10 cm.
Rinde Gerieft, braunorange-hellrehbraun, dichtfilzig behaart (6 1/2 C 5). Knospen harzlos oder harzig.
Nadeln Immergrün, nadelartig zu 5, in dichten, pinselartigen Büscheln, 3 bis 5 Jahre lebend, 5 bis 8 (12) cm lang, dunkelgrün, Innenseiten mit blauweißen ­Stomabändern, Nadel am Jahrestrieb eng anliegend, steif aufrecht.
Früchte Zapfen erscheinen erst nach 60 bis 80 Jahren, eiförmig, 6 bis 8 cm lang, 5 cm breit, jung violett, reif braun, samengroß, essbar (Zirbelnuss).
Wurzel Meist tiefgehend und weitstreichend.
Standort Sonnig, völlig frei, liebt kühle, luftfeuchte Lagen.
Boden Auf allen mäßig trockenen bis frischen (feuchten), durchlässigen Böden, P. cembra gedeiht auch auf ärmeren, trockenen Substraten, sauer bis ­alkalisch, pH-tolerant.
Eigenschaften Extrem frosthart, 70 frostfreie Tage im Jahr reichen für ihr Gedeihen, Lichtholzart, verträgt nur in der Jugend Schatten, stadtklimaverträglich, ausge­sprochen wind- und sturmfest, wird gelegentlich von Wollläusen befallen, stark verbiss­gefährdet, Rohhumuskeimer, wächst in der Jugend ausgesprochen langsam; liefert wertvolles Holz und essbare Samen (Zirbelnüsse). P. cembra kann bis 1000 Jahre alt werden.