Arboretum Baum Nr. 023 - Blaue Atlas-Zeder

Deutscher Name
Blaue Atlas-Zeder
Lateinischer Name
Cedrus atlantica ‚Glauca’
Familie
PINACEAE, Kieferngewächse
Wissenswertes
Zedern waren die wichtigsten Bäume der Antike. Die bekanntere Libanonzeder lieferte das Bauholz für Schiffe, Tempel und Paläste. Die Atlaszeder wuchs in unzugänglichen Gebirgen Nordafrikas, daher war das Holz schwer zu erreichen. Der Wert der Atlaszeder besteht in dem noch heute genutzten Zedernöl, das aus den Holzspänen gewonnen wird. Es wird vielfältig als Heilmittel genutzt und diente auch zum Einbalsamieren der ägyptischen Mumien.
 

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Waldbildend im marokkanischen und algerischen Atlas-Gebirge, Nordafrika, in Höhenlagen von 1500 bis 2000 m.
Wuchs Großer, raschwachsender Baum, mit zunächst breit kegelförmigem Kronenaufbau, Äste unregelmäßig ansetzend, in der Jugend steil ansteigend, im Alter mit breit ausladenden, flachen, schirmförmigen Astpartien.
Größe 15 bis 25 (bis 40) m hoch und (8) 10 bis 15 (20) m breit. In der Heimat können die Zedern 50 m hoch werden. Jahreszuwachs in der Höhe 30 bis 50 cm, in der Breite 25 cm.
Rinde Dunkel schwarzgraue, längsrissige Platten- oder Schuppenborke.
Nadeln Prächtig graublau, 2 bis 2,5 cm lang, an Langtrieben spiralig und einzeln ­stehend, an Kurztrieben in dichten, rosettenähnlichen Büscheln.
Früchte Tonnenförmig, 5 bis 7 cm lang, 4 cm breit, erst im 2. oder 3. Jahr reif.
Wurzel Herzwurzler, Wurzel etwas instabil, schwach ausgebildet.
Standort Sonnig, Freistand.
Boden Mäßig trockene bis frische (feuchte), nährstoffreiche, gut durchlässige, ­kalkhaltige Böden sagen ihr am meisten zu; insgesamt sind die Atlas-Zedern aber bodentolerant und gedeihen auch auf schwachsauren, sandigen Stand­orten; benötigt Winterniederschläge, hat ein hohes Wärmebedürfnis im Sommer.
Eigenschaften Gut frosthart, in Extremwintern geschädigte Nadeln werden mit dem Frühjahrsaustrieb wieder ersetzt; verträgt gut Hitze und sommerliche Lufttrockenheit, widerstandsfähig gegen Immissionen, Zedern sind windbruchgefährdet. Jüngere Pflanzen mit dichten Kronen sollten in windexponierten Lagen aus­gelichtet werden. Solitärpflanzen müssen über mehrere Jahre gut verankert werden. Wurzel instabil, besonders auf zu guten Böden.