Arboretum Baum Nr. 020 - Nikko-Tanne

Deutscher Name
Nikko-Tanne
Lateinischer Name
Abies homolepis
Familie
PINACEAE, Kieferngewächse
Wissenswertes
Waldhonig ist besonders hochwertig. Für Waldhonig sammeln die Bienen keinen Nektar von Blüten, sondern Honigtau. Auf den Waldbäumen leben viele Blattläuse und andere Insekten. Beim Saugen an den Bäumen ist der Saftdruck der Pflanzen so hoch, das die Insekten den Pflanzensaft nur teilweise verdauen können. Ihre Ausscheidungen, die von den Bienen eingesammelt werden, sind daher immer noch reich an Zucker und heißen deswegen Honigtau.
 

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Japan; in Wäldern zusammen mit Larix kaempferi, Fagus crenata und anderen Tannenarten in einem kleinen, durch hohe Sommerniederschläge gekennzeichneten Areal; bis auf 1800 m ansteigend.
Wuchs Hoher Baum mit regelmäßig aufgebauter, pyramidaler Krone, die bis ins Alter ihre Form behält, im Freistand bis unten belastet, mittelstark wachsend.
Größe 20 bis 30 m hoch und 6 bis 8 (10) m breit. Jahreszuwachs ca. 35 bis 45 cm in der Höhe und ca. 15 cm in der Breite.
Rinde Junge Triebe tiefgefurcht, hell gelbbraun, ältere Rinde grau, schuppig.
Nadeln Steif, schräg aufwärts gerichtet, dichtstehend, (1,5) 2 bis 3 cm lang, frischgrün, unterseits silbrigweiß.
Früchte Zylindrisch, bis 10 cm lang, 4 cm dick, grünviolett, später braun.
Wurzel Flach bis tief.
Standort In der Jugend Schatten benötigend, dann sonnig bis absonnig, luftfeuchte Lagen.
Boden Frische bis feuchte, nahrhafte Substrate, sauer bis neutral, im Allgemeinen aber sehr anpassungsfähig und anspruchslos; etwas kalkverträglich (ZU ­JEDDELOH).
Eigenschaften Frosthart und widerstandsfähig, etwas spätfrostempfindlich, empfindlich gegen Hitze und Lufttrockenheit, Ruß und Staub relativ gut vertragend (EISELT/SCHRÖDER), leidet nicht unter den gefürchteten Tannen-Trieb­läusen, "Tanne des Stadtklimas" (SCHÜTT, LANG, SCHUCK).