Arboretum Baum Nr. 018 - 101 - Wald-Kiefer

Deutscher Name
Wald-Kiefer
Lateinischer Name
Pinus sylvestris
Familie
PINACEAE, Kieferngewächse
Verbreitung
Europa bis Ostasien. P. sylvestris hat von allen heimischen Baumarten die größte geographische Verbreitung. Vom Tiefland bis in die Alpen auf 1600 m. Von Natur aus nur bestandsbildend auf laubholzfeindlichen Standorten: Dünen, Mooren, Felsen und Schotterflächen.
Wissenswertes
Die Kiefer hat sehr harzreiches Holz. Besonders harzreiche Stücke nennt man „Kien“. Spaltet man diesen Kien in fingerdicke Stücke, erhält man Kienspäne. Solch ein Kienspan brennt ohne auszugehen recht hell, aber auch stark rußend ab. Bis vor 150 Jahren war der Kienspan neben dem offenen Feuer die wichtigste Lichtquelle für den großen Teil der einfachen Bevölkerung.

Ausführliche Beschreibung

Wuchs Hoher Baum, in der Jugend locker kegelförmig, im Alter oft mit einseitiger, breit schirmförmiger Krone und meist geradem, langschäftigem Stamm.
Größe 10 bis 30 (40) m hoch und 7 bis 10 (15) m breit, junge Kiefern im Freistand oft genauso breit wie hoch. Jahreszuwachs in der Höhe 30 bis 40 cm, in der Breite 15 (40) cm.
Rinde Rinde im oberen Stamm- und Kronenbereich herrlich fuchsrot, in dünnen ­Blättchen ablösend. Diese sogenannte "Spiegelrinde" ist charakteristisch für P. sylvestris. Alte Stämme mit braunroter bis schwärzlicher, längsgefurchter Plattenborke.
Nadeln Immergrün, nadelartig, Nadeln zu 2, gewöhnlich etwas gedreht, 4 bis 7 cm lang, blau- oder graugrün.
Früchte Zapfen ei-kegelförmig, 2,5 bis 7 cm lang, 2 bis 3,5 cm breit, graubraun.
Wurzel Auf tonigen, grundwassernahen, moorigen oder Ortssteinböden flach, gewöhnlich aber entwickelt sie eine Pfahlwurzel.
Standort Sonnig (auf guten, zusagenden Standorten geringfügig schattenverträglich).
Boden Bezüglich Standort und Wasserversorgung außerordentlich anspruchslos, wächst auf den ärmsten Sandböden und besiedelt selbst saure Hochmoorstandorte. Versagt allerdings auf humuslosen, offenen, weißen Sanden (EHLERS). Sonst auf allen trockenen bis nassen, sauren bis alkalischen ­Substraten. Optimal auf tiefgründigen, frischen, sauren Böden.
Eigenschaften Extrem frosthart, unempfindlich gegen Früh- und Spätfröste, Hitze und Trockenheit, windfest, stadtklimafest; empfindlich gegenüber Auftausalzen und Luftverunreinigung, wird bis zu 500 Jahre alt, wichtiger Harzlieferant, Nadel­erde ist nährstoffarm und hat einen pH-Wert von 3,0 bis 4,5 (EHLERS).