Arboretum Baum Nr. 017 - Himalaja-Zeder

Deutscher Name
Himalaja-Zeder
Lateinischer Name
Cedrus deodara
Familie
PINACEAE, Kieferngewächse
Wissenswertes
HimalayaZedern sind die wertvollsten Bäume in ihrer Heimat. Der botanische Artname „deodara“ bedeutet in der Sprache der Hindus “Holz Gottes“. Die englischen Kolonialisten sahen nur die hervorragende Qualität des Holzes und nutzten es für Brücken, Eisenbahnschwellen und Gebäude. Deswegen wachsen, wo es einst prächtige und artenreiche Urwälder gab, jetzt eintönige Wälder gleichaltriger Zedern, ähnlich unseren Nadelbaumwäldern.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Waldbildend im westlichen Himalaja in Höhenlagen um 2000 m (und höher); westlich reicht ihr Areal bis in die semiariden Himalaja-Ausläufer Afghanistans, östlich bis in die vom Monsun beeinflussten Lagen des Punjab.
Wuchs Mittlerer bis hoher, raschwachsender Baum mit durchgehendem Stamm und in der Jugend breit kegelförmigem Kronenaufbau; Äste waagerecht abstehend, Seitenbezweigung und Triebspitzen mehr oder weniger bogig überhängend.
Größe Bei uns 15 (bis 20) m, in England über 30 m, in der Heimat 50 bis 60 m hoch und dann bis zu 3 m Stammdurchmesser. Breite 6 bis 10 (12) m.
Rinde Junge Triebe behaart, hellbraun, alte Borke schwärzlich.
Nadeln Weicher und länger als bei anderen Zedern, blaugrün, zu etwa 30 in Büscheln, 3 bis 5 cm lang.
Früchte Ei- bis tonnenförmig, 7 bis 10 cm lang und 5 bis 6 cm breit, an der Spitze abgerundet, jung bläulich bereift, später rotbraun.
Standort Sonnig bis absonnig, geschützt gegen Wintersonne und Ostwind.
Boden Optimal auf tiefgründigen, nährstoffreichen, mäßig trockenen bis feuchten, gut durchlässigen, sauren bis neutralen Böden, bei zu hohem pH-Wert chlorotisch; sonnige bis absonnige, windgeschützte Lage.
Eigenschaften Nicht zuverlässig frosthart. Stadtklimafest, Luftverschmutzung wird erstaunlich gut ertragen; sehr früher Austrieb, daher sehr spätfrostgefährdet. Das Holz der Himalaja-Zeder ist dauerhaft und termitenfest.