Arboretum Baum Nr. 013 - 026 - Nordmanns-Tanne

Deutscher Name
Nordmanns-Tanne
Lateinischer Name
Abies nordmanniana
Familie
PINACEAE, Kieferngewächse
Verbreitung
In Bergwäldern des westlichen Kaukasus auf humosen, gut drainierten Lehmböden in Höhenlagen von 1000 bis 2000 m; am natürlichen Standort ver - gesellschaftet mit Fagus orientalis, Picea orientalis, Pinus sylvestris und Taxus baccata.
Wissenswertes
Die NordmannsTanne stammt aus einem kleinen Gebiet im südlichen Kaukasus. Nur hier kann sie sich gegen andere Baumarten behaupten. Weltbekannt wurde sie aber als Weihnachtsbaum. Jedes Jahr werden über 10 Millionen Nordmanns-Tannen als Weihnachtsbäume verkauft. Die meisten davon wachsen in Dänemark. Die Samen für diese Weihnachtsbäume werden immer noch im Kaukasus geerntet.

Ausführliche Beschreibung

Wuchs Stattlicher Baum mit breit pyramidalem Kronenaufbau; Äste in regelmäßigen Quirlen angeordnet, weit ausgebreitet bis herabhängend und auch im Alter stets bis zum Boden reichend. In der Jugend trägwüchsig, später rasch ­wachsend.
Größe 25 bis 30 m hoch und 7 bis 9 (10) m breit. Jahreszuwachs in der Höhe 25 bis 30 cm, in der Breite 15 cm, nach 10 bis 15 Jahren Zuwachs in der Höhe ca. 50 cm.
Rinde Anfangs glatt, grau, im Alter mehr graubraune bis schwarzgraue Plattenborke.
Nadeln Dicht, bürstenförmig nach vorn bzw. schräg nach oben gerichtet, nicht gescheitelt, nur an stark beschatteten Trieben zweizeilig; Nadeln starr, aber nicht stechend, am Ende spitz, stumpf oder mitunter gekerbt; 2 bis 3,5 cm lang und 2 bis 2,5 mm breit, oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits mit 2 weißen Stomabändern.
Früchte 15 (bis 20) cm lang, 5 cm dick, jung grünlich, reif dunkelbraun.
Wurzel Hauptwurzeln tiefgehend.
Standort Sonnig bis absonnig.
Boden Optimal sind tiefgründige, frische bis feuchte, nährstoffreiche, saure bis alka lische Böden in genügend luftfeuchten Lagen; insgesamt wenig empfindlicher Baum, der auch auf ärmeren Standorten gut gedeiht.
Eigenschaften Völlig winterhart, etwas empfindlich gegen zu große Lufttrockenheit und Hitze; nicht geeignet für Gebiete mit starker Luftbelastung; treibt spät aus; daher nicht spätfrostgefährdet. In genügend luftfeuchten Lagen auch windfest. In der Heimat kann der Baum bis zu 60 m hoch werden und ein Alter von 500 Jahren erreichen.