Arboretum Baum Nr. 006 - Ahornblättrige Platane

Deutscher Name
Ahornblättrige Platane
Lateinischer Name
Platanus acerifolia
Familie
PLATANACEAE, Platanengewächse
Wissenswertes
Die ahornblättrige Platane ist eine Kreuzung zwischen der morgenländischen Platane vom Mittelmeer und der abendländischen Platane aus Nordamerika. Diese Kreuzung ist einer der wichtigsten Stadtbäume. Der Baum verträgt Trockenheit und schlechte Standorte. Die bis vor einigen Jahrzehnten wichtigste Eigenschaft dieses Baumes war aber das Ertragen der Rauch und Schwefelabgase von Industrie und Wohnungsöfen.
 

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung hier Zuchtform, sonst in versch. Arten in Amerika, Südosteuropa u. Kleinasien
Wuchs Großer, schnellwüchsiger Baum mit starken Hauptästen und weit ausladender, hochgewölbter Krone, Äste des unteren Kronenbereichs im Alter leicht ­hängend.
Größe 20 bis 30 m hoch, gelegentlich auch höher, Kronendurchmesser 15 bis 25 m, freistehende Exemplare sind im Alter oft breiter als hoch. Die Platanen am Schweriner Schloss haben ein Alter von 142 Jahren und einen Kronendurchmesser von 45 m, Jahreszuwachs in der Höhe 50 cm, in der Breite 40 cm, in den ersten 10 bis 15 Jahren stärker.
Rinde Hellbraun, später gelblichgrün bis graubraun, alte Borke in großen, unregelmäßigen Platten ablösend, farblich sehr attraktiv.
Blätter Sommergrün, wechselständig, ahornähnlich, 3- bis 5-lappig, Lappen mehr oder weniger breit dreieckig, 12 bis 25 cm breit, Mittellappen ebenso lang wie breit, ledrig, mittelgrün, oberseits im Laufe des Sommers verkahlend, unterseits auf den Adern und in den Achseln behaart bleibend, lange haftend, Herbstfärbung oft nur grünlichgelb.
Blüten Gelblichgrüne Köpfchen in langen, hängenden Ständen, erscheinen mit den Blättern, kaum auffallend.
Früchte Kugelig, meist zu 2, seltener 3, in 15 bis 20 cm langen, hängenden Fruchtständen. Bleiben oft bis zum Frühjahr am Baum haften.
Wurzel Herzwurzler, Hauptwurzeln tief, dicht verzweigt. Hohe Wurzelenergie. Flach ­liegende Hauptseitenwurzeln heben Wegebeläge, Überflutungen werden vertragen (siehe Heimatstandorte: Flussufer, feuchte Böden).
Standort Sonnig bis absonnig.
Boden Die Platane ist allgemein sehr anpassungsfähig, sie gedeiht selbst noch auf trockenen Böden, wenn diese nicht zu nährstoffarm sind. Sie bevorzugt tiefgründige, genügend feuchte, durchlässige, etwas anlehmige Substrate, neutral bis stark alkalisch.
Eigenschaften Frosthart, wärmeliebend, rauchhart, industrie- und strahlungsfest, verträgt bestens trocken-warmes Stadtklima, leicht verpflanzbar, hohes Ausschlagsvermögen, Schnittmaßnahmen bis ins alte Holz werden gut vertragen (Formschnitt, Kastenschnitt), leidet gebietsweise durch Befall von Gloeosporium ­nervisequum, einer Pilzkrankheit, die austreibende Blätter befällt. In südlichen Ländern (Frankreich) auch Befall von Platanenkrebs. Monokulturen gefährdet!