Arboretum Baum Nr. 001 und 042 - Sumpf-Eiche

Deutscher Name
Sumpf-Eiche
Lateinischer Name
Quercus palustris
Familie
FAGACEAE, Buchengewächse
Wissenswertes
Auch wenn die Sumpfeiche aus Nordamerika stammt, so ist Ihre natürliche Samenverbreitung gleich der unserer Eichen. Die Eicheln werden von verschiedensten Tieren gefressen. Manche Tiere, wieder Eichelhäher oder das Eichhörnchen verstecken Eicheln als Wintervorräte im Boden. Meist geschieht das weitab der Bäume, damit andere Tiere sie nicht finden. Aus vergessenen Vorratsverstecken wachsen dann neue Eichenbäume, weitab des alten Baumes.

Ausführliche Beschreibung

Verbreitung Östliches Nordamerika. Häufig in Reinbeständen auf meist schlecht durch­lässigen Standorten der submontanen Stufe, im Auenwaldbereich von Fluss- und Bachtälern der tieferen Lagen; auf tiefgründigen, feuchten bis nassen Ton- und Lehmböden, wo das Wasser oft für mehrere Wochen stehen kann.
Wuchs Mittelgroßer bis großer Baum mit kegelförmiger Krone und meist geradem, bis in den Wipfel durchgehendem Stamm, Äste horizontal gestellt und weit aus­gebreitet, im Alter, zumindest im unteren Kronenbereich, stark hängend, typisch ist die Bildung nestartiger, trockener Astpartien; langsam wachsend.
Größe 15 bis 20 (bis 25) m hoch, gelegentlich auch höher, Breite 8 bis 15 (bis 20) m, Jahreszuwachs ca. 25 cm.
Rinde Triebe jung grünlich bis grünlichbraun, nach dem 2. Jahr mehr grünlich, ­glänzend, Borke graubraun bis dunkelgrau, doch lange glatt bleibend.
Blätter Sommergrün, wechselständig, im Umriss sehr variabel, 7 bis 15 cm lang und fast genauso breit, beiderseits mit 2 bis 4, mehr oder weniger waagerecht abstehenden, spitzen und gezähnten Lappen, beiderseits glänzendgrün, unterseits mit grauen Achselbärten; Herbstfärbung rötlich oder braun, oftmals aber auch leuchtend scharlachrot.
Früchte Sitzend oder kurz gestielt, 1,5 cm lang, halbkugelig, zu einem Drittel im Becher.
Wurzel Flaches Herzwurzelsystem.
Standort Sonnig.
Boden Anpassungsfähig, gedeiht sowohl auf normalen, mäßig trockenen Standorten wie auch auf feuchten bis nassen Überschwemmungsböden, bevorzugt tiefgründige, nahrhafte Substrate, sauer bis schwach alkalisch.
Eigenschaften Frosthart, für Stadtklima geeignet, speziell tolerant gegen Schwefeldioxyd (DIRR), neigt zur Bildung trockener Astpartien (auch am Naturstandort).